Ich habe einen Satz von Hape Kerkeling geteilt, über das Grundgesetz als zum Gesetz gereifte Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus.
Gesagt im Thüringer Landtag, wenige Kilometer von Buchenwald entfernt.
In den Antworten interessiert das Lager wenig. Viel mehr lese ich, sein Großvater habe das verdient, er sei schließlich ein verurteilter Dieb gewesen. Das stimmt zur Hälfte.
Hermann Kerkeling wurde 1933 wegen Bandendiebstahls verurteilt, wenige Wochen später wegen Hochverrats, weil er Flugblätter gegen Hitler verteilt hatte.
Neun Jahre Zuchthaus, verbüßt. Danach kam er nicht frei.
Die Gestapo nahm ihn ohne Anklage und ohne Urteil in "Schutzhaft", 1942 kam er als politischer Häftling nach Buchenwald.
Einige finden außerdem, Arbeitslager für Kriminelle seien gar keine schlechte Idee.
Artikel 104 des Grundgesetzes legt fest, dass über Freiheitsentzug nur ein Richter entscheidet.
Er steht dort wegen Biografien wie dieser.
Wer Lager für eine vernünftige Idee hält, widerspricht Kerkeling nicht.
Er zeigt, warum der Satz stimmt.
„Unser Grundgesetz (…) ist die zum Gesetz gereifte Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus“.
Hape Kerkeling spricht Worte von Ewigkeitswert.