„Demokratie ist nichts, wo man im Zuschauerrang sitzt und sagt: Zeigt mal, wie ihr das hinkriegt.“
Das sagt Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW, auf dem blauen Sofa in Düsseldorf.
Und sie liefert ein Beispiel aus der eigenen Parteigeschichte gleich mit. Früher hätten Grüne keinen schriftlichen Antrag gestellt, um einen Waldkindergarten hinzubekommen. Sie hätten sich einen alten Bauwagen besorgt, eine Erzieherin gesucht und einfach angefangen. Diesen Geist brauche es wieder.
Ihr Rat dazu: nicht den Streit in den Vordergrund stellen, sondern den Willen, etwas zu ändern.
Auch über junge Menschen spricht sie, und zwar nüchtern: Sie sind in diesem Land eine Minderheit, und als Minderheit hätten sie es schwer, Wirkmacht zu entfalten. Das Problem liegt also nicht bei ihnen, sondern in den Zahlen.
Man darf kurz schmunzeln, wenn ausgerechnet ein Regierungsmitglied dafür wirbt, keine Anträge zu stellen. Aber sie trifft damit den Ton dieses Nachmittags.
Lilian Gwendolyn Boehme hat ihr Handy auf einen Bücherstapel gestellt, um ihr erstes Video aufzunehmen, Dr. Schiffers sprach von „Inseln des Gelingens“, und jetzt kommt der Bauwagen dazu.
Drei Leute, drei Bilder, eine Botschaft: raus aus dem Zuschauerrang.
@ZukunftsforumDD, Düsseldorf.
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