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Warum FSD in Europa stockt: Nicht allein „die EU“. Mit am Tisch sitzt der ETSC – European Transport Safety Council.
Keine Behörde, sondern Brüsseler NGO seit 1993. Berät Kommission und Parlament. Fordert aktuell, Speed Offset und Contextual Max Speed bei Tesla FSD abzulehnen.
Abstimmung zur EU-weiten Zulassung verschoben.
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Wer zahlt?
Mischfinanzierung, Budget ca. 1,1 Mio. €.
Große Brocken: EU-Kommission/DG MOVE, Mitgliedsbeiträge – plus Toyota Motor Europe, Bosch, Alcohol Countermeasure Systems, CITA, Securetec, The Brewers of Europe. Stiftungen: FIA, ADAC. Extra-Geld u. a. von DVR und Fundación MAPFRE.
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Wer sitzt drin?
Etwa 61 Organisationen. Aus Deutschland u. a.: DVR, DEKRA, TÜV-Verband, ARCD. Dazu nationale Sicherheitsclubs, Opferverbände, Unis, Behörden.
Firmen meist keine Mitglieder, sondern Sponsoren. Genau die Industrie, die am Status quo verdient: Prüforganisationen, etablierte Autohersteller, Zulieferer von Assistenztechnik.
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Der Widerspruch:
ETSC predigt Vision Zero – keine Toten, sichere Systeme auf die Straße.
Gleichzeitig bremst er ein überwachtes Assistenzsystem, das mehrere EU-Staaten nach Prüfung bereits freigegeben haben.
Sicherheit als Marke, Zulassung als Nadelöhr. Wer Toyota, Bosch und den DVR im Boot hat, sollte nicht so tun, als wäre das nur Wissenschaft ohne Interessen.
🚨 Daher (könnte) der Wind wegen.
Der European Transport Safety Council (ETSC) fordert, Teslas Art.-39-Genehmigung vorerst NICHT zur Abstimmung zu stellen.
Im Mittelpunkt stehen zwei Funktionen:
✅ Speed Offset
Der Fahrer kann die maximale FSD-Geschwindigkeit um einen festen Prozentsatz über das erkannte Tempolimit setzen.
Beispiel:
100 km/h erkannt + 10 % Offset = max. 110 km/h.
✅ Contextual Max Speed
Hier entscheidet FSD dynamisch anhand der Fahrsituation, welche Maximalgeschwindigkeit angemessen ist – unter anderem anhand visueller Hinweise und des umgebenden Verkehrs.
Vereinfacht:
FSD erkennt beispielsweise 100 km/h, stellt aber anhand der Situation fest, dass diese Erkennung möglicherweise nicht zur tatsächlichen Verkehrssituation passt, und kann die Maximalgeschwindigkeit entsprechend anpassen.
Genau daran entzündet sich der Streit.
Der ETSC argumentiert, dass ein fester Speed Offset mit UN R171 kollidieren könne und kritisiert außerdem, dass sich FSD bei der kontextabhängigen Geschwindigkeit am Verkehrsfluss orientieren kann.
Tesla argumentiert dagegen beim Contextual Max Speed, dass damit unter anderem falsch erkannte Tempolimits korrigiert werden können.
Wichtig:
Der ETSC ist KEINE EU-Behörde und entscheidet nicht über die Zulassung. Er ist eine unabhängige Verkehrssicherheitsorganisation, die EU-Institutionen und nationale Stellen berät.
Formal kann der ETSC FSD also nicht stoppen – seine Argumente können aber in die regulatorische Diskussion einfließen.
Der offizielle Stand für den 6. Oktober bleibt:
„Continuation of discussions on request of the Netherlands for an Art. 39 authorisation“
➡️ Fortsetzung der Diskussion
❌ Kein offiziell angekündigter Vote
Am Ende geht es also um eine ziemlich grundlegende Frage:
Soll ein Assistenzsystem strikt dem erkannten Tempolimit folgen – oder darf es erkennen, dass dieses möglicherweise falsch ist, und seine Geschwindigkeit anhand der realen Verkehrssituation anpassen?